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Die Politik redet, APEX handelt

Während die Politik noch um Formulierungen ringt, schafft die APEX Energy mit dem ersten gewerblich genutzten Wasserstoffauto im Raum Rostock Fakten.

In Sichtweite des Flughafens entsteht das Herzstück der Wasserstoffregion Mecklenburg Vorpommerns. Am Standort der APEX Energy Teterow GmbH wird Europas größte Wasserstoff - Demonstrationsanlage am 12. Juni 2020 in Betrieb genommen.

Wasserstoff ist nicht erst seit den Ankündigungen aus Berlin letzte Woche als Eckpfeiler einer CO2 neutralen Zukunft in aller Munde. Nach dem Willen der Politik soll Deutschland im Bereich Wasserstofftechnologie sogar die Nummer 1 werden und die Küstenregionen spielen mit Ihrem Windstrom hierbei eine zentrale Rolle.

Um diese zukunftsorientierte Energie auch in der Praxis zu erproben, fährt seit knapp 4 Wochen der technische Leiter der APEX Energy - Herr Dr. Peter Sponholz - mit seinem Wasserstofftoyota durch Norddeutschland. Dieses Auto ist eines von insgesamt drei Wasserstoff-Autos, die in Mecklenburg-Vorpommern zugelassen sind. Neben beruflichen Fahrten nach Hamburg, Stralsund und Berlin wird der Wagen ganz normal genutzt. Mit einer Reichweite von (je nach Fahrweise) im Durchschnitt 450 Kilometern pro Tankfüllung von 5 kg Wasserstoff verhält sich der Wagen wie ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor nur komplett ohne CO2-Ausstoß und damit im Betrieb klimaneutral. Als unerwarteten Nebeneffekt berichtet Dr. Sponholz von spontanen Beifallsbekundungen anderer Autofahrer, die mit einem Daumen hoch an roten Ampeln oder auch mal ein zugerufenes „Sehr gut“ ihre Zustimmung signalisieren. Der Wagen wirkt.

Während die Politiker also noch an Konzepten feilen, ist die APEX Energy schon einen Schritt weiter.

Interview Professor Beller zum Thema Wasserstoff
Herr Professor Beller, warum ist grüner Wasserstoff für eine CO2-neutrale Energiezukunft so entscheidend?

„Die Umwandlung von Wind- und Solarenergie zu chemischen Energieträgern erlaubt eine einfache Speicherung solcher erneuerbaren Energien. Der erste Schritt bei fast allen diesen Konzepten ist dabei die Elektrolyse von Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff. Der so hergestellte "grüne" Wasserstoff ist dabei ein - vielleicht die - zentrale Komponente für ein CO2-neutrales Energiesystem.

Und in welchen Bereichen kann man Ihrer Meinung nach wasserstoffbasierte Energiekonzepte einsetzen?
„Wasserstoff ist sowohl für stationäre als auch insbesondere mobile Anwendungen interessant. Als nur ein Beispiel möchte ich die bereits heute kommerziell angebotenen Wasserstoffautos nennen, die eine reale Alternative zur Elektromobilität darstellen. Wasserstoff öffnet auch für dezentrale Energiekonzepte vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.“


Die APEX Energy Teterow GmbH ist seit über 20 Jahren im Bereich Erneuerbare Energien in ganz Europa tätig. Vor vier Jahren begann man, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut und dem Partner emano Kunststofftechnik Speicherlösungen für Wasserstoff zu entwickeln.

Das erklärte Ziel formuliert der Geschäftsführer Mathias Hehmann wie folgt: „Wir wollen erneuerbare Energien verbrauchsunabhängig zwischenspeichern und damit zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung stellen.“

Am Standort Rostock - Laage betreibt APEX Energy sein Wasserstoff Technikzentrum, an dem komplette Energiesysteme für Kunden individuell geplant, konfiguriert und ausgeliefert werden.